Sonntag. Die Familie im Kino. Super Wetter. Zeit für einen längeren Lauf. Diesmal aber ohne Stöcke und wieder mal eine andere Route, bevor mir das wunderschöne Stigenlos noch verleidet. Aber natürlich mit genügend Höhenmetern.
Der Weg als Ziel: Balmfluhköpfli – Balmberg – hinten runter – ev. Wolfsschlucht – Gänsbrunnen und über den Weissenstein zurück. Wenn ich nicht mehr mag, kann ich mit dem Zug oder mit der Gondel runter.
Auf dem Wanderweg von Fallern hoch entscheide ich mich spontan für den Hornpfad – steile Stufen passen ja zum 24h-Challenge-Training. Ich bin zügig unterwegs, vor allem, weil es in der Höhe schon recht windig ist und in der Ferne auch schon mal ein brechender Ast zu hören ist. Plötzlich springt sogar noch ein rostiges Fass den Berg hinunter. Immer wieder suche ich nach Deckung und warte ab, bis wieder eine Sturmböe vorbei ist. Oder ich eile am noch stehenden Totholz vorbei.
Oben ist es kalt und windig. Schnell weiter durch den Schnee zum Wanderweg auf den Balmberg. Ich freue mich auf die schöne Schlucht hinten runter Richtung Welschenrohr. Dort auf der Rückseite wird es wohl auch weniger windig sein.
Deutlich oberhalb Welschenrohr geht der Weg nach links Richtung Gänsbrunnen, resp. bald wieder hoch auf den Weissenstein. Der etwas monotone Weg bietet noch eine schöne Sicht ins Thal und eine gute Gelegenheit, bei spürbarer Steigung doch noch gut im Jogging-Trott zu bleiben.
Der ortskundige aufmerksame Leser hat festgestellt, dass ich die Wolfsschlucht aus Sicherheitsgründen gestrichen habe. Auch auf der Nordseite schwanken die Bäume bereits bedrohlich. Also nichts wie wieder hoch und wieder runter, bevor es richtig stürmt. Die Gondelbahn ist wegen Sturm abgestellt und ich entscheide mich für den Abstieg vom Hinterweissenstein, in der Hoffnung, dass es dort weniger windet.
Der Abstieg war dann tatsächlich windstill im Windschatten der Geissfluh. Auch unten im Wald noch keine Spur von Sturm. Gut so. Ganz locker auslaufen bis nach Hause.
Bis zum nächsten Mal.