Bisher hielt ich es nicht für nötig, meine Körperdaten zu erfassen. Schliesslich ist der Untertitel dieses Blogs ja auch «Ideen zum Lauftraining nach Körpergefühl». Ich habe bisher noch nie den Puls während meinen Laufrunden gemessen, sondern einfach Höhenmeter mit Strava (auf dem Handy) gesammelt und Intervalle mit erhöhter Leistung sporadisch spontan nach Lust und Laune eingebaut.
Jetzt hat sich alles geändert. Weil ich im Wasser das Handy nicht mitnehmen kann und somit keine Chance habe, irgendwelche Zeiten zu erfassen und mich mit den Längen sowieso immer verzähle, brauche ich eine Sportuhr. Nach stundenlangem Lesen von Vergleichsberichten und dem Erstellen einer umfassenden Evaluationstabelle habe ich mich dann für eine Standard Garmin fenix 7 entschieden. Die Forerunner 965 hat das Rennen ganz knapp nicht gemacht, ausschliesslich wegen der Wasserdichtheit bis 5 ATM, was leider nicht für’s Freiwasserschwimmen und schon gar nicht für’s Wingfoilen reicht.
Meine Anforderungsliste wurde mit der Recherche laufend länger und richtete sich nach meinen Hauptbedürfnissen:
Konkret müssen dazu folgende Muss-Features vorhanden sein:
- Offline-Karten zur Navigation
- Freischwimmen
- Längen zählen
- Akku > 24h (mit GPS)
- Touch abschaltbar
Wunschanforderungen sind:
- Amoled-Display
- Akku > 40h
- Ausschaltbar
- Touchscreen
- Leicht (Gewicht)
- Multiband-GPS
- «Komoot-fähig»
- Preis < 500
Sicher nicht nötig sind:
Dank anstehendem Black Friday und Geburtstags-Gutschein kostete die Uhr moderate Fr. 399.-, was aktuell sehr gut ist für eine Highend-Uhr mit 57h Laufzeit mit GPS. Anstelle des Amoled-Displays ist ein sogenanntes MIP-, resp. LCD-Display eingebaut, welches bei hoher Helligkeit durch das Aussenlicht auch heller wird und gem. Testberichten an der prallen Sonne besser abschneidet. Das Gewicht von 79g ist im Vergleich mit ähnlichen Uhren gut, wobei halt das Stahlgehäuse gegenüber den Titangehäusen noch ein paar Gramm drauf schlägt. Deutlich leichter wäre die Forerunner 965 mit nur 53g (und auch «nur» 31h Akkulaufzeit) dank Kunststoffgehäuse. Ansonsten sind gem. Datenblatt alle Muss- und Wunschanforderungen erfüllt und noch viele weitere Spielereien, welche sich z.T. sicher auch noch als sehr nützlich zeigen.
Meine Erfahrungen mit der Uhr folgen später. vorerst muss ich mich noch an die Bedienung gewöhnen und alles schön einrichten. Eine erste Erkenntnis: Längen zählen funktioniert nicht korrekt, wenn nach der halben Länge eine Pause gemacht wird. Ev. ist auch ein Wechsel des Schwimmstils auf halber Länge problematisch. Ein anderer Uhrenträger im Schwimmkurs hat sich jeweils Abschnitte gestoppt. Vielleicht ist das besser – muss noch raus kriegen, wie man das macht…