21 Runden im Kreis: Deutlich weniger als angestrebt, dafür mit Learnings
Nach 21 Runden war für mich Schluss. Blasen an beiden Fussballen und gereizte Sehnen am rechten Fussgelenk haben mich in den Schon-Modus gesetzt. Vermutlich war die Kombination eines Steinchens im Schuh, Füsse waschen und frischen sehr weichen Socken schuld an den Blasen. Auf der Tartanbahn hatte ich mich bei Lockerungsübungen zudem einmal leicht vertrampt – das hat sich später gerächt.
Auf meiner letzten Runde waren von 124 Startenden nur noch 9 Leute unterwegs. Damit bin ich trotz DNF gut zufrieden.
Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse und Learnings für das nächste Mal:
Was funktioniert hat
- KI-Tipps: Gezielte Gehpausen auf der Runde, sofortiges Hinlegen in der Pause, warm halten mit Jacke und Decke sowie vorbereiteter Food waren Gold wert.
- Effiziente Verpflegung: Eigener Kartoffelstock, warme Bouillon und Sandwiches (Toast mit Pfeffer- und Meerrettich-Weichkäse) gingen super schnell runter. Dazu zwei vorbereitete Iso-Bidons zum Nachfüllen und etwas «Capri-Sonne» als fruchtige Abwechslung am Morgen.
- Der ideale Pausenablauf: Bidons auffüllen, sofort flach hinlegen, essen und die restlichen Minuten konsequent ruhen. Essen direkt beim Rundenstart mitnehmen geht übrigens auch gut – auch wenn die Spitze meist sofort losrennt.
- Standort-Wahl: Die Turnhalle direkt neben Verpflegung und Start ist perfekt. Liegestuhl, Essen und Kleider an einem Ort spart extrem viel Zeit und Meter.
Was ich nächstes Mal anpasse
- Viel zu viel Food: Die Verpflegung der Organisation war top (Brot, Schoggi, Biskuits, Gummibärli, Früchte). Ich hatte schlicht zu viel eigenes Zeug dabei. Landjäger und Essiggürkli habe ich beispielsweise nur je einmal angerührt.
- Ausrüstung: Auf die Packliste fürs nächste Mal kommen eine leichtere Leuchtweste, scheuerfreie kurze Hosen sowie ein Liegestuhl.
- Experimente weglassen: Die spontane Laufschule mit Seitwärtslaufen auf der Tartanbahn war eine dumme Idee. Auch das Raclette war trotz mit anschliessender extra langsamen Verdauungsrunde wahrscheinlich eher kontraproduktiv.
- Streckenwahl: Ob das Ausweichen auf den Rasen-Mittelstreifen zum Lockern der Fussgelenke gut war, bin ich mir noch unsicher.
- Training: Für das nächste Event brauche ich definitiv mehr lange, lockere Flachläufe im Bereich von 6:00 min/km in den Beinen.
- Geschwindigkeit: Der Sieger hat 32 Runden mit 6 min/km durchgezogen – und dafür längere Pausen genossen. Wie lange würde ich das durchhalten? Der Bieler 100-er geht ja auch mit unter 6 min/km – ohne stündliche 15-min-Pause.
Das wichtigste und ernsteste Learning zum Schluss
Nie wieder fahre ich nach so einem Event ohne ein paar Stunden Schlaf selbst mit dem Auto nach Hause. Die Müdigkeit am Steuer war lebensgefährlich. Ohne den Spurassistenten im Auto hätte die Heimfahrt böse enden können. Das war mir eine echte Lehre.











