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Trainingslog

Erster Mittagslauf

Der Titel stimmt zwar nicht ganz – ich war bereits im Schnitt zweimal pro Jahr über Mittag am Laufen – vor allem, um dem solothurner Nebel zu entfliehen.

Jetzt wird sich das ändern. Am neuen Arbeitsort gehen viele Leute über Mittag laufen und ich mit, da mir ja jetzt die Zeit für die Heimfahrt fehlt.

Und das ist gut: Vor allem im Winter ist das die einzige Möglichkeit, noch bei Sonnenschein unterwegs zu sein.

Auf der Runde hat sich gezeigt, dass der Trainingseffekt eher gering sein wird. Schliesslich sind wir da in der Gruppe mit streuendem Leistungsniveau und wenig Höhenmetern unterwegs und plaudern die meiste Zeit. Es wird sicher auch noch anspruchsvollere Tage geben, aber für die 24h-Challenge muss ich auf jeden Fall noch abends ein paar mal auf den Berg. Für die weiteren Läufe nutze ich dann ja zusätzlich noch den Arbeitsweg.

Aber ich bin trotzdem begeistert. Das schöne hügelige Emmental lässt sich hier auf sehr vielen unterschiedlichen Routen geniessen. Mit unserem Laufmeister habe ich sogar bereits über eine mögliche längere Tour auf die Lueg gesprochen…

Die Daten zur Mittagsrunde:

Elapsed Time Moving Time Distance Average Speed Max Speed Elevation Gain Calories Burned
00:43:47
hours
00:42:55
hours
7.45
km
5:46
min/km
2:07
min/km
136.60
meters
735
kcal

(der 2min-Pace ist vom Schlussspurt)

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Meine Laufkarriere

Chancen eines 30km-Arbeitswegs

Seit Februar 2020 habe ich meinen komfortabel kurzen Arbeitsweg von 2 km gegen neu 30 km eingetauscht. Das heisst: Mittag nicht mehr zu Hause essen und knapp 2h täglich länger unterwegs. Das Velofahren – hat immerhin 8 km ausgemacht – fällt ebenfalls weg.

Das bietet aber auch Chancen, wenn man sie wahrnimmt: Sicher mal die kürzeren Mittagspausen mit besserer Integration in den Arbeitskollegenkreis und die Zeit im Zug, welche für die morgendlichen Nachrichten, zum Lesen, für Online-Recherchen und -Bestellungen und natürlich zum Bloggen genutzt werden kann.

Aber vor allem – und darum geht es hier ja – sind das neue sportliche Perspektiven:

  • Die Laufgruppe, welche mind. 3-mal wöchentlich Gelegenheit zum mittäglichen Training bietet.
  • Möglichkeit zum Schwimmen über Mittag.
  • Ab und zu nach Hause laufen. Die 30km sind tipptopp als Vorbereitung für längere Läufe wie die 100km von Biel.
  • Ab und zu mit dem Velo fahren (kaufe ich noch bei nsc-bike.ch) – zusammen mit dem Schwimmen gibt das doch ein ausgewogenes Training – und wer weiss – auch ich komme noch ins Triathlon-Alter 🙂

Jetzt am zweiten «Arbeitstag» habe ich jedenfalls meine Laufsachen dabei und hoffe, die nächsten Wochen und Monate noch viel über geändertes Training und neue Erfahrungen schreiben zu können.

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Trainingslog

Energieriegel selber machen

Nein, ich komme jetzt nicht mit einem weiteren Rezept, aber bringe die Links, welche für mich bis jetzt am nützlichsten waren:

Mein Favorit, weil einfach und Zutaten verfügbar:

https://www.smarticular.net/energieriegel-selber-machen-ausdauersport-vegan/
Copyright © smarticular.net

Zutaten

  • 150 g Haferflocken
  • 50 g Vollkornmehl (z.B. Dinkelvollkornmehl)
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Datteln
  • 60 g Kokosöl
  • 60 ml Wasser
  • 5 EL Honig
  • 50 g ungeschälte Hanfsamen (am besten ungeschälte wegen des Eisens, gibt es im Bioladen oder online)
  • Falls verfügbar: 3 EL Brennnesselsamen als zusätzliche Proteinquelle
  • 1 EL Weizenkleie als Magnesiumlieferant.

Das lässt sich anpassen: Mir fehlten auch schon Rosinen und Weizenkleie, was ich durch (magnesiumhaltige) gedörrte Aprikosen ersetzte.

Am besten die groben Sachen (Datteln und Aprikosen) zerkleinern und mit den trockenen Zutaten mischen. Danach die klebrigen Sachen beimengen. Idealerweise stehen die Haferflöckli noch bereit, wenn dann alles etwas zu feucht an den Händen klebt 🙂

Backen, bis etwas angetrocknet – gem. Rezept bei 200° für 15min.


Weitere Ideen – noch nicht ausprobiert:

https://www.runtastic.com/blog/de/muesliriegel-selber-machen/

http://www.runtastic.com/blog/de/3-muesliriegel-schnell-und-einfach-selbst-gemacht/

https://www.smarticular.net/energieriegel-selber-machen-ausdauersport-vegan/

Sportgetränk
http://www.runtastic.com/blog/de/perfektes-sportgetraenk/

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Klugscheisser

Waden dehnen

Vorneweg: Es gibt ungefähr 3’990’000 Tipps zum Dehnen – also macht das einfach wie empfohlen – häufig und gründlich, aber nicht unmittelbar nach Beanspruchung.

Weil ich selber ein spezielles Verhältnis zu der Dehnerei habe, heisst der Artikel nur «Waden dehnen» – für den Rest bin ich zu bequem und (noch) zu uneinsichtig.

Meine Einsicht und Erfahrung beschränkt sich auf die Waden – und die dehne ich regelmässig, seit sie sich bemerkbar gemacht haben. Ich hatte schon zweimal Verhärtungen nach unvorsichtiger Erhöhung des Trainingsumfangs, z.B. nach einem ruhigen Winter am Berg in der Frühlingseuphorie plötzlich wieder 30km flach. Weiter hatte ich eine Weile Anlaufschmerzen in den Fersen – also am Morgen nach dem Aufstehen leichte Schmerzen und eine gewisse Steifigkeit, wahrscheinlich wegen der Achillessehne und dem drumherum.

Das hat mich dazu gebracht, ans Dehnen zu glauben und fast täglich im Alltag die Waden etwas zu dehnen, um die Beweglichkeit zu erhöhen und allfällige Muskelverhärtungen frühzeitig zu lösen.

Das geht ganz einfach: Beim Zähneputzen mit den Fussballen auf den Duschenrand stehen und die Fersen vom Körpergewicht runter drücken lassen. Nicht zu stark wippen, aber statisch gut spannen.

Treppenstufen und Randsteine eignen sich ebenfalls. Viel Erfolg!

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Trainingslog

Armtraining mit Stöcken

Wegen einem verregneten Wochenende verschiebe ich mein Training vor. Geplant ist etwas Übung mit den Stöcken und weiteres Einlaufen der Snowcross-Schuhe. Nicht zuletzt geniesse ich einfach den kleinen Schönwetterteil des Wochenendes auf der Route Falleren-Röti-Weissenstein.

Die Snowcross kommen zwar kaum zum Zug – es geht lediglich einige Meter durch den Schnee. Trotzdem bin ich froh um wasserdichte Schuhe, geht es doch ein paar mal durchs Wasser, resp. Schneematsch – vor allem am oberen Teil des Abstiegs.

Also bei Schnee oder Sumpf werde ich an der 24h-Challenge mit den Snowcross beginnen, damit die Füsse noch eine Weile trocken bleiben. Später kann ich dann auf bequemere Schuhe umsteigen.

Schönes Plätzli unterwegs.
Snowcross mit Schnee.
…doch noch Schnee(-matsch) auf abschüssigem Weg.
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Meine Laufkarriere

Warum macht er das?

…muss ich mir noch überlegen 🙂 Nein, der Fall ist klar: Laufen ist schön, entspannt, lässt mich Neues lernen und bringt Befriedigung und Bestätigung.

Mehr dazu später…

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Trainingslog

Stiegenlos mit Stöcken

Weil für die 24h-Challenge Stöcke empfohlen werden, muss ich das mal ausprobieren. Bisher habe ich noch nie Stöcke benutzt – nur meine Arme. Also packe ich die Lekis meiner Frau für ein weiteres Training am Vertical run.

Die Überraschung ist gross und positiv. Vor allem abwärts gewann ich mit Stöcken viel Sicherheit und Stabilität. Fehltritte und Ausrutscher werden verziehen und wahlweise kann die Sicherheit oder die Geschwindigkeit erhöht werden 😉 Voraussetzung ist etwas Rhythmusgefühl und dass man sich die Stöcke nicht direkt vor die Füsse steckt. Mehr zur Technik schreibe ich auf Laufen mit Stöcken.

Auch aufwärts unterstützen die Stöcke – vor allem auf steileren Passagen und mit einem gewissen Grad an Erschöpfung. Die Unterstützung ist mit Stöcken vermutlich direkter, also ökonomischer als mit schwingenden Armen. Dafür müssen sich meine Arme zuerst an die neue Belastung gewöhnen… ich gehe also wieder mal mit Stöcken laufen.

So bin ich 3x rauf und runter und habe mich beim dritten Aufstieg schön an den Stöcken hochgestossen und den dritten Abstieg mit fast schon unvorsichtiger Geschwindigkeit gemacht.

Ab und zu stosse ich auf Unverständnis für etwas intensiveres Training wie jetzt z.B. für die 24h-Challenge. Das heutige Training hat wieder bestätigt, «warum ich mir das antue». Die rasche Antwort ist in den Bildern unten und die Ausführlichere beschreibe ich separat auf «Warum macht er das?«.

Nebel bei Falleren, Rüttenen
Nebel bei Fallern, Rüttenen
Sonne und Ruhe am Stiegenlos, Weissenstein
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Klugscheisser

Laufen mit Stöcken

Normalerweise tue ich Arme benutzen.
Erste Erfahrungen mit Stöcken siehe Stiegenlos mit Stöcken.

Technik

Aufwärts zur Unterstützung statt Arme schwingen sanft abstossen. Bei hoher Trittfrequenz die Stöcke halb so schnell bewegen. Wenn’s richtig steil und langsamer wird, können die Stöcke mit der gleichen Frequenz mitmachen (Stock links bewegt sich mit rechtem Bein und umgekehrt).

Abwärts habe ich die Stöcke sehr rasch auf halbe Schrittfrequenz abgestimmt. Dabei kommen dann z.B. die Stöcke abwechselnd immer mit dem linken Bein nach vorne. Bei anfänglichen Schwierigkeiten mit der Koordination empfehle ich wärmstens, nicht auf Positionen zu achten (wann ist welches Bein und welcher Stock vorne), sondern auf den Rhythmus der Geräusche.

Die Hände schlaufe ich abwärts übrigens nicht ein, damit ich die Stöcke los werden kann, wenn sie stecken bleiben oder bei einem Sturz.

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Klugscheisser

Vorfusslaufen

Ich stehe wirklich auf’s Vorfusslaufen und merke beim Training und an Läufen immer wieder, wie nützlich es sein kann:

  • Abwechslung: Mal Ferse, mal Vorfuss – lässt einen immer wieder ein paar Muskeln entspannen während dem Laufen. 
  • Dämpfung: Auch Abwärts schätze ich den Fuss als Dämpfer, damit nicht alles voll mit den Oberschenkeln abgefangen werden muss. Vorfusslaufen auf schwachen Neigungen lässt mich mit fast gestreckten Beinen ausziehen – das ist Schnell und zugleich werden die von steileren Abwärtspassagen gebeutelten Oberschenkel entlastet und können sich regenerieren.
  • Reaktionsfreudiger: Auf unebenen Gelände lässt sich vom Vorfuss aus viel besser auf unvorhergesehenen Untergrund reagieren.

Trotzdem soll Vorfusslaufen nicht dogmatisch werden. Ich laufe immer mit gut gedämpften Schuhen und bin froh, wenn ich zur Entlastung und Regeneration die Lauftechnik ändern kann.

Achtung: Beginnt man mit Vorfusslaufen, werden sich die Muskeln nach einem ersten Muskelkater relativ schnell anpassen und man macht rasch Fortschritte und Erfolgserlebnisse auf dem Vorfuss. Sehnen und Bänder brauchen allerdings Monate, bis sie sich an die neue, viel höhere Belastung gewöhnt haben – und sie reklamieren nicht so eindringlich wie die Muskeln. Bitte rechtzeitig reagieren und die Belastung reduzieren.

Wahrscheinlich hatte ich deswegen auch schon Fersenschmerzen beim Aufstehen (Anlaufschmerz), worauf ich eine Saison lang die Höhenmeter abwärts reduziert habe, also am Wochenende zu Hause öfter mit der Gondel vom Weissenstein runter und nach den Juratoptour-Läufen halt jedes zweite Mal den Bus nehmen. Ev. könnte man auch sorgfältiger abwärts rennen, aber das schaff‘ ich fast nicht 🙂

Zweites Achtung: Schnell abwärts auf Strasse (Napfmarathon gegen Ende) hat mich auch schon einen blauen Zehennagel gekostet. Vorfusslaufen wäre schon ok, aber in den Schuhen bin ich zu fest nach vorne gerutscht. Ich hätte vielleicht zwischendurch neu schnüren sollen und vorher die Nägel frisch schneiden, auch wenn’s sonst noch nicht nötig erscheint.

Dafür hat mich der Nächstplatzierte für meinen aufrechten, sauberen fliessenden Gang bewundert 🙂

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Klugscheisser

Arme benutzen

Gerade beim Berglauf, resp. Trailrunning im Gelände mit Steigung und Gefälle ist kräftige Unterstützung der Arme sehr wertvoll.

Aufwärts natürlich zur Unterstützung, resp. Reduktion der Kraft zum Abstossen.

Abwärts ist kräftige Armarbeit aber ebenfalls sehr hilfreich und wird vielleicht oft unterschätzt:

  • der Oberkörper kann so stabilisiert werden, dass bei einem Misstritt oder Stolpern gut ein Schritt ausgelassen werden kann und der Körper stabil weiter «schwebt».
  • Mit schwingenden Armen lässt sich die Last beim Auftreten auf eine längere Zeitspanne verteilen. So werden die Kraftspitzen schwächer und z.B. Knie weniger belastet.

Physikalisch erkläre ich mir letzteren Effekt so, dass in den Armen kinetische in statische Energie umgewandelt wird. Und zwar zeitlich so zu den Beinen versetzt, dass die entstehende Verzögerungskraft unterstützend wirkt.
Oder kurz: Das Abbremsen des Schwungs aus den Armen hilft den Beinen aufwärts beim Abstossen und abwärts beim Auftreten, resp. Dämpfen.