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Meine Laufkarriere

24h-Challenge reloaded

So lange nicht mehr geschrieben und dabei gibt’s viel zu erzählen.

Kürzlich fühlte ich mich unfassbar gut trotz wenig Schlaf und strenger Arbeit. Richtig glücklich. Ich glaube, die drastische Zuckerreduktion (schon länger kein kompletter Verzicht mehr), das kalt Duschen und vor allem der strikte Alkoholverzicht zahlen sich aus!

Ob das jetzt auch in sportlicher Hinsicht hilft, sehe ich vielleicht heute, resp. morgen Mittag. Nach meiner fünften 24h-Challenge! Ich werde mich jetzt mit Brot und Bananen eindecken, etwas ISO und Bouillon anrühren, ein paar Magnesium-Pülverli einpacken und dann mit drei Paar Schuhen, diversen Kleidern, Akkupack, Stöcken, etc. zum Bettlachberg hoch gehen. Ich freue mich. Endlich komplett Auslüften nach strengen Arbeitstagen. Zwar mit viel zu wenig Schlaf und dem Wengi-Berglauf noch in den Knochen, aber das spielt keine Rolle.

Oben angekommen, sehe ich Chrigu an der Sonne sitzend die eintreffenden Teilnehmer in die Startliste eintragen. Wetter gut, Stimmung gut und ein paar bekannte Gesichter von den vergangenen 24h-Challenges.

Aber zum Fazit: Das Wetter hat wie üblich schon noch umgeschlagen und wir waren eine lange Nacht bei Regen und starkem kaltem Wind unterwegs. Die Runde wurde aus Sicherheitsgründen um 3 Uhr gekürzt (nach 18 grossen Runden à 4.7km/350hm). Thomas Vetterli gewann mit 32 Runden, ich folgte mit 31 und Ivo Scherzinger mit 30. Das heisst, Everesting habe ich mit ca. 8750 hm knapp nicht erreicht, bin aber sehr zufrieden und auch am Tag danach körperlich tipptopp zwäg. Kann jedenfalls Treppen rauf springen und habe keine Einschränkung der Bewegung.

Ca. 2 Runden vor dem Morgenessen hatte ich einen grossen Einbruch und konnte kaum mehr joggen. Unter anderem auch, weil meine Füsse schmerzten, aber wahrscheinlich auch, weil ich schon länger keinen Appetit mehr hatte. Da steckt Verbesserungspotential.

Tipps fürs nächste Mal:

  • Everesting ist möglich – auch mit der kleinen Runde!
  • Eigenes Tempo laufen. Die gemeinsamen Runden mit Thomas haben sicher geholfen, durchzuhalten, aber dadurch lief ich auch nicht in meinem Optimum. Weder Warten noch Aufholen war sinnvoll.
  • Süssgetränke sind Scheisse (ausser ab und zu wenig Cola), dafür hätte vielleicht etwas mehr vom mir bekannten Iso nicht geschadet.
  • Brot essen, auch wenn keine Zeit und Appetit. Kann man auch gut auf einem gemütlichen Aufstieg essen.
  • Pausen kurz halten – geht nämlich gut, auch wenn man gerne noch etwas länger sitzen bleiben möchte.

Bezüglich Material:

  • Stöcke sind Gold wert
  • Meine günstigen Decathlon-Schuhe sind die besten, sofern gut eingelaufen!
  • Meine Garmin hat bestens durchgehalten (noch 38% nach dem Lauf) – im Gegensatz zu einigen Uhren anderer Teilnehmer.

Regeneration:

  • Nach dem Lauf ausnahmsweise warm geduscht (aber am Montagmorgen wieder kalt)
  • Montag wieder Treppe hochgejoggt wie immer
  • Mittwoch mit dem Velo zur Arbeit und am Mittag gejoggt

Also alles bestens. Spüre leichtes Ziehen in der Kniebeuge, aber offenbar unkritisch.

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