Ich habe in letzter Zeit wegen beruflich und privat guter Auslastung auf unnötige Dinge wie Blog schreiben verzichtet. Jetzt (Mittwochmorgen nach 2 Uhr) kann ich nicht schlafen und nutze die gewonnene Zeit für das da:
Die langen Pausen zwischen meinen Blog-Einträgen sprechen für sich: Meine Disziplin und/oder mein Elan nimmt ab. Trotzdem bin ich ganz zufrieden. Kurze Rekapitulation anhand meiner Taskliste der Vorsätze:

Kalt duschen:
Nach wie vor strikt eingehalten. Bin stolz, fühle mich stark und glaube einen deutlich positiven Effekt auf meine Gesundheit, Robustheit, Resilienz zu spüren – wie schon mal geschildert. Kürzlich hat mich Chrigu zu einem Schwumm in der Aare motiviert. Er im Neo und ich ganz cool und entspannt ohne (habe trotz Schliessung der Traglufthalle noch keinen gekauft) – bei 15° C.
KI im Alltag einbinden:
Wow! Wenn ich mich über ChatGPT unterhalte, komme ich immer ins Schwärmen. Ein paar meiner Anwendungsbeispiele:
- Biologieprobe mit der Tochter vorbereiten. Dabei springen verständliche Erklärungen, Merksätze für die Phasen der Zellteilung, Eselsbrücken für Fachbegriffe und am Schluss ein Chatverlauf raus, welchen man am Morgen vor der Prüfung nochmal durchgehen kann.
- Mögliche Ursachen bei Problemen im Federwickel-Prozess ergänzen. Und diverse andere Fragen aus der Berufswelt klären wie das Setzverhalten von Federn, Exportgebühren von Maschinen, Prinzip und Kontrolle der Widerstandserwärmung, Erklärung von «Comparative Advantage», etc.
- Vermurkst formatierte Listen von Projektnummern aus dem SAP-Excel-Export bereinigen, damit sie an anderer Stelle im SAP als Tabellenfilter wieder eingefügt werden können. Spart eine Menge Zeit und Ärger.
- Einen Naturheilpraxis-Stand für die örtliche Gewerbeausstellung planen. Die gute Idee eines Temperament-Matching-Quiz hat ChatGPT bis zur fertigen Frage- und Antwort-Tabelle unterstützt, aus welcher ich dann mit minimalem Aufwand via Word Quiz-Karten druckte. Dazu erhielt ich humorvoll und prägnant formulierte Auswertungstexte für «Welcher Humoral-Typ bin ich?»
- Vier passende Filme für einen Abend mit einem befreundeten Paar vorschlagen.
- Rasch zeigen, wie ich in InDesign Bild und Rahmen zusammen skaliere – und viele weitere Tipps für Wenignutzer komplexerer Software.
- Html vereinfachen, YAML kontrollieren, Grafana/Flux-Abfragen generieren, Systemd-Unit-Files debuggen und so weiter und so fort…
- Symbole unserer Planeten auflisten, damit ich die einfach rasch ins Word kopieren kann.
- Endlich Lösungen kriegen für Aufgaben in Excel, zu denen ich keine Fachbegriffe kenne. So habe ich die saustarke SUMPRODUCT() kennen gelernt und aus befürchteten 3 Stunden Recherche und Verzweiflung ohne Lösung 15 Minuten Fleissarbeit mit Erfolgserlebnis gemacht.
- Und das jüngste Highlight: Innert 1h ein Problem gelöst, an dem ich schon nächtelang verzweifelt bin: Scraping der Solaranlagen-Stringleistungsdaten mittels Playwright in Python, wo Selenium das klare aber offenbar hochdynamisch erzeugte DOM des Web-GUI einfach nicht sehen konnte.

Inferno-Triathlon:
Was gibt’s da zu sagen? Ich bin dran – zwar mit sehr moderatem Trainingsumfang, aber optimistisch. Schliesslich war die 24h-Challenge eine Freude und nutze ich jede Gelegenheit, die sich gerade so ergibt, z.B. für den oben erwähnten Aareschwumm bin ich hin- und mit Umweg zurück gejoggt. Oder auf dem Arbeitsweg nach Burgdorf lege ich ab und zu einen Sprint ein – und schliesse mich am Mittag der Jogging-Gruppe an.
Englisch lernen:
Na ja. Da hat der Elan deutlich nachgelassen. Schon lange keinen englischen Film geschaut oder englischen Podcast gehört. Schade. Falls ich wieder mal Musse für einen Film habe, schaue ich den auf Englisch mit englischen Untertiteln – abgemacht. Immerhin nutze ich DeepL und Leo rege und pflege immer noch meinen Leo-Trainer (Vocabulary) – trainiere aber kaum noch. Besser vielleicht jetzt, wo ich das verfluchte Royal Match wieder mal gelöscht habe.
Daytraden:
Nope. Egal.
Kryptokurs auf Garmin:
Braucht’s in dem Fall auch nicht. Ist eigentlich auch kein Vorsatz.
Bloggern auf laufgern.ch:
Ja, endlich wieder. Mir fehlt die Zeit. Besser vielleicht auch jetzt ohne Royal Match.
Gesund Ernähren:
Mit dem Zucker ist so eine Sache. Ziehe ich leider nicht konsequent durch. Ist wahrscheinlich nicht tragisch, weil ich trotzdem immer noch sehr viel weniger Süsses konsumiere als ohne Vorsatz. Eigentlich trotzdem ein Erfolg, der mich freut.
Dafür bin ich nach wie vor abstinent – mit Überzeugung und grossem Glauben an positive Auswirkungen.
Früher ins Bett:
Nope. Komme dank den anderen Massnahmen offenbar mit wenig Schlaf klar. Stört mich aber trotzdem ein wenig, dass ich das nicht schaffe.
Instagramm – ab und zu ein Föteli:
Hat auch stark abgenommen. Halb so wild – sieht eh kaum jemand.
Sinnvollere Filme:
Nope.
Lesen statt Gamen:
Nope. Schade. Was soll ich dazu sagen. Werde auch ohne Royal Match nicht lesen.
Overall bin ich sehr happy damit!